2010

Herzschlagfinale im Cottbuser Energiestadion                                                                                         06.06.2010

FANFARONADE  am 5. Juni 2010 – der Bericht!

Das Stadion des Fußball-Bundesligisten FC Energie Cottbus war am 5. Juni zum sechsten Mal Austragungsort der FANFARONADE des Märkischen TurnerBundes (MTB) und der Offenen Landesmeisterschaft der Turnermusiker von Brandenburg-Berlin. Mehr als 850 Aktive aus 14 Vereinen zeigten von morgens 9:30 Uhr bis zur Siegerehrung gegen 17:45 Uhr ein Non-Stop-Programm, das sich, insbesondere von der qualitativen Seite betrachtet, durchaus sehen und hören lassen konnte. In Vertretung des Schirmherrn, des Cottbuser Oberbürgermeisters Frank Szymanski, eröffnete Bürgermeister Holger Kelch in Anwesenheit des Präsidenten des Märkischen TurnerBundes, Klaus Zacharias und des Präsidenten des Landesmusikrates Brandenburg, Ernst Ulrich R. Neumann, die Wettkämpfe.

Spannung bis zum letzten Ton

Die 20. Offene Meisterschaft des MTB für Naturtonfanfarenzüge war die spannendste in den beiden zurückliegenden Jahrzehnten. Nach dem Marschwettbewerb gab es zwischen dem Erstplatzierten KSC Strausberg und dem an vierter Stelle liegenden Fanfarenzug Dresden nur eine Punktdifferenz von 0,62. Dazwischen lagen Potsdam mit 0,33 und Berlin mit 0,58 Punkten Rückstand zum Ersten. Optimale Voraussetzungen für einen kurzweiligen und spannenden Showwettbewerb waren damit gegeben. Alle vier Vereine zeigten hier auf unterschiedlichste Art und Weise wie viel Kreativität, Einfallsreichtum und Geschick ihnen innewohnt. Jede Show war anders, jede hatte ihre Eigenheiten und speziellen Höhepunkte. Die einen setzten in der Choreografie auf Lockerheit mit spielerischen Elementen, die anderen versuchten mit Akkuratesse die Wertungsrichter zu beeindrucken. Musikalisch überzeugten sie alle - mit dem einen oder anderen Abstrich versteht sich. Und so wurde es, was die Mehrzahl der Zuschauer erwartete: Ein echtes Herzschlagfinale, in dem die Potsdamer gegenüber den Strausbergern mit deutlichem Vorsprung die Fanfare vorn hatten und die Berliner ihre Position zu den Dresdnern deutlich ausbauen konnten.

Der Vizepräsident des MTB, Bernd Schenke zur Siegerehrung
Foto: Homepage des Fanfarenzuges Ludwigslust e.V.

Eine hoffnungsvolle "zweite Reihe"

Dass es im Vergleich zur Meisterklasse der FANFARONADE auch eine Nummer kleiner und erfolgreich gehen kann, demonstrierten die Starter im 18. Pokalwettkampf des MTB für Naturtonfanfaren. Mit Antrittsstärken die beispielsweise weit unter denen von Strausberg und Potsdam liegen, boten sie sowohl im Marsch- als auch im Showwettbewerb akzeptable Leistungen. Vor allem in der Show beeindruckten die aufgenommenen choreografischen Elemente, die von wenig Aktiven anspruchsvoll gestaltet wurden. Und das traf für alle drei Vereine zu. Auch in musikalischer Sicht war zu erkennen, welches Potenzial in den einzelnen Zügen steckt. Da entwickelt  sich mit ziemlicher Sicherheit sich eine hoffnungsvolle „zweite“ Reihe hinter der Meisterklasse.

 

Brandenburger und Berliner Vereine vor großen Herausforderungen

Das Fazit zu Cottbus 2010 fällt durchweg positiv aus. Die Veranstaltung war durch den Ausrichter - die Stadtverwaltung Cottbus und die Agentur  Kleitz & Wirth - live Kommunikation in enger und bewährter Zusammenarbeit mit dem Märkischen TurnerBund - optimal organisiert. Die mehr als 2.000 Zuschauer erlebten bei herrlichem Sommerwetter und einem Ambiente mit bestmöglichster Sicht spannende und auf gutem Niveau stehende Wettbewerbe, denen sich das Wertungsgericht unter Leitung von Thomas Heeger nahtlos anpasste. In seinen Abschlussworten dankte MTB-Vizepräsident Bernd Schenke allen Aktiven und Übungsleitern in den Vereinen für die gute Vorbereitungsarbeit. Er dankte dem fairen und äußerst begeisterungsfähigen Publikum und wünschte den Spielmannszügen der FTV Stahl Brandenburg, der SG Mittenwalde und dem Berliner Spielleute Verein viel Erfolg bei der „Deutschen Meisterschaft der Sportspielmannszüge“ am 19. Juni in Zabeltitz (Sachsen) sowie der Märkischen Schalmeienkapelle, den Spielmannszügen Beelitz und Perleberg sowie dem Berliner Fanfarenzug optimale Ergebnisse zur „Offenen offiziellen Deutschen Meisterschaft der Spielleute der BDMV“ am 3. Juli in Rastede (Niedersachsen). Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die bevorstehende Weltmeisterschaft der World Association für Marching and Show Bands (WAMSB), die vom 26. Juli bis 1. August 2010 in Potsdam stattfindet. Dort stellen sich die Fanfarenzüge aus Berlin, Potsdam und Strausberg sowie der Brandenburger Spielmannszug harter internationaler Konkurrenz aus elf Ländern.

Die nächste FANFARONADE findet am 4. Juni 2011 statt.

Text: Bernd Schenke

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