2009

Großartige Leistungen trotz Witterungsunbilden            07.06.2009

Foto: Heike Kolander, Berlin
Plakat: Agentur Kleitz & Wirth live Kommunikation Cottbus

Foto: Heike Kolander, Berlin
Plakat: Agentur Kleitz & Wirth live Kommunikation Cottbus

Rekordbeteiligung,      Rekord-kulisse und großartige Leistungen aller Akteure trotz Dauerregen sind die Superlative, die für die FANFARONADE des Märkischen TurnerBundes (MTB)  am 6. Juni im Stadion der Freundschaft in Cottbus stehen. Nach der Eröffnung des Events durch den Schirmherrn und Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, Frank Szymanski, boten fast 800 Musiker aus vier Bundesländern von 19 Fanfaren- und Spielmannszügen sowie Schalmeienorchestern vor mehr als 3500 Zuschauern zum fünften Mal in Folge Musik und Show vom Feinsten.

Generalprobe für WM-Starter

Die 19. Offene Meisterschaft und das 17. Pokalturnier des MTB für Naturtonfanfarenzüge, kombiniert mit der 18. Landesmeisterschaft Brandenburg-Berlin haben einmal mehr nachhaltig bestätigt, welch großes Potenzial in den einzelnen Klangkörpern steckt, wenn es zielgerichtet eingesetzt wird. Das bestätigten nicht nur die Fanfarenzüge aus Potsdam und Strausberg und der Spielmannszug aus Brandenburg a. d. H., die diesen Wettkampf quasi als Generalprobe für die bevorstehende Weltmeisterschaft der WAMSB im August dieses Jahres in Kerkrade/Niederlande nutzten und in Cottbus schon eine recht „gute Figur“ machten. „Was hier von einigen Vereinen geboten wurde, war Spitze und kann sich weltweit messen“, fasste der niederländische Wertungsrichter und Show-Profi Henk Smit, der zum vierten Mal in Cottbus tätig war, das Gehörte und Gesehene zusammen. Doch auch die Starter aus Berlin, Dahme/Elsterwerda, Dresden, Leipzig, Lübbenau, Markkleeberg, Mittenwalde und Neubrandenburg wussten mit ihren Darbietungen zu gefallen.

Erststarter überraschte die Konkurrenz

Zum fünften Mal in Folge war Cottbus Austragungsort der FANFARONADE. Im Pokalturnier kämpften drei Vereine um den Pokalsieg im Marsch- und im Showwettbewerb. Denn ab 2009 gibt es keinen Gesamt-Pokalsieger mehr, sondern jeweils einen Pokalgewinner im Marsch- und im Showwettbewerb. Vorjahrssieger TSV Leipzig NO musste sich der Konkurrenz aus Markkleeberg und Brieske erwehren und schaffte das mit wechselndem Erfolg. Die MargaFanfaren aus Brieske (Südbrandenburg) präsentierten sich als Erststarter in guter Verfassung und sicherten sich den Pokalsieg in der Marschwertung.

Immer wieder spannende Duelle

Zwei spannende Zweikämpfe erlebten die Zuschauer in der Offenen Meisterschaft. Die Bronzemedaille war vom Berliner Fanfarenzug und dem Fanfarenzug Dresden umworben, während Potsdam und Strausberg wie seit Jahren schon, um Platz eins und zwei kämpften. Im Marschwettbewerb wurden von den Vereinen erste Duftmarken gesetzt. Im Ergebnis versprachen die Platzierungen einen spannenden Showwettbewerb. Potsdam hatte die Nase knapp vor Strausberg vorn und Berlin hatte ersten Kontakt zum Siegerpodest. Bei strömendem Regen fieberten Zuschauer und Aktive dem Höhepunkt der Veranstaltung – dem Showwettbewerb – entgegen. Dresden musste zuerst auf den nun sehr klitschigen Rasen und zog sich sowohl musikalisch als auch bewegungsmäßig beachtlich aus der Affäre. Berlin folgte unmittelbar und konnte mit einer gefälligen Darbietung den knappen Vorsprung am Ende halten. Mit 105 Musikanten nahmen danach die Strausberger die Verfolgung der Potsdamer auf. Mit einem vielfältig gestalteten, äußerst dynamisch vorgetragenen und abwechslungsreichen musikalischem Programm eroberten sie schnell die Sympathien und hatten den Fehdehandschuh geworfen. Die Potsdamer nahmen ihn mit nur 56 Aktiven antretend und ihrem knappen Vorsprung im Hinterkopf auf. Mit einem sowohl musikalisch als auch choreografisch ausgewogenen und exakt vorgetragenen Programm konnten sie das Ergebnis der Strausberger zwar nicht toppen, hielten aber den Spitzenplatz fest und wurden nach 2008 erneut Gewinner der „Offenen Meisterschaft“.

Eine Option auf die nahe Zukunft

Erstmals wurde in diesem Jahr als Wettbewerb eine „Offene Show“ ausgeschrieben. Startberechtigt sind Klangkörper aller Genres, die nicht zur FANFARONADE oder Landesmeisterschaft starten. Für den Sieger hat die Stadtverwaltung Cottbus einen Pokal gestiftet. Leider war die erhoffte Resonanz in diesem Jahr noch nicht gegeben und nur die Neubrandenburger Stadtfanfaren stellten sich den Wertungsrichtern. Mit einem abwechslungsreich gestalteten Vortrag und dem Auftritt von Cheerleadern konnte man in etwa erahnen, was in dieser Kategorie in den kommenden Jahren noch alles möglich ist. Die Neubrandenburger Stadtfanfaren sind zumindest die ersten Gewinner des neuen Pokals.

Für ihr Engagement ausgezeichnet

Im Rahmen der Eröffnung des ereignisreichen Tages wurden drei verdienstvolle Mitstreiter geehrt. Hannelore Grunert vom Kulturamt der Stadtverwaltung Cottbus und Roswitha Kleitz, Geschäftsführerin der Agentur Kleitz & Wirth GbR in Cottbus erhielten aus den Händen von MTB-Vizepräsident Bernd Schenke die „Ehrenurkunde des Märkischen TurnerBundes“. Sie wurde ihnen für die länger als sechsjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem MTB in der Rolle des Ausrichters überreicht.

Dieter Frackowiak, Mitglied des Fachbereichsvorstandes Musik und Spielmannswesen des MTB/ BTB wurde durch den Landessportbund Brandenburg für seine langjährigen Verdienste um die Entwicklung der Turnermusiker im Land Brandenburg mit der „Ehrennadel des LSB in Bronze“ geehrt.

Probleme zur Siegerehrung

Im Verlauf der Siegerehrung kam es durch die unrichtige Ausfertigung von Urkunden, von denen der Fanfarenzug aus Dresden betroffen war, leider zu einer unschönen Situation, die auch zum Unmut unter den mitgereisten Zuschauern führte. Die Wettkampfleitung hat unmittelbar nach Abschluss der Veranstaltung sofort Ursachenforschung betrieben und das Vorkommnis noch am selben Abend ausgewertet. An dieser Stelle nochmals Worte der Entschuldigung und des Bedauerns seitens der Wettkampfleitung an die Mitglieder des Fanfarenzuges aus Dresden.

Das sollte sich doch ändern lassen oder?

Tolle Stimmung herrschte auch auf der dicht besetzten Zuschauertribüne. Mit Spruchbändern, Fahnen und Gesängen wurde der eigene Verein angespornt und der sportliche Gegner mit Fairness bedacht. Leider muss diese Feststellung für die Entscheidung (Showwettbewerb) um die „Offene Meisterschaft“ bei den Fanfarenzügen der Meisterklasse relativiert werden. Störende Zwischenrufe und Gesänge während der Vorträge auf dem Rasen und unsachliche Bemerkungen bis hin zu Pfiffen nach den Auftritten „bestimmter“ Konkurrenten waren mehr als peinliche Entgleisungen. Sie zeugten von großer Unsportlichkeit, gehören einfach nicht in diesen Rahmen und offenbarten bedauerlicherweise einen Rückfall in Zeiten vor 2008, sehr schade!

Text: Bernd Schenke

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Kampf um Medaillen und Pokale im Energiestadion      02.06.2009

Mit einer Rekordbeteiligung an Vereinen und Musikern finden am 6. Juni 2009 unter der Schirmherrschaft vom Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski, zum fünften Mal in Folge die FANFARONADE und zum zweiten Mal die Landesmeisterschaft der Turnermusiker aus Brandenburg und Berlin statt.

Im Stadion des FC Energie treten ab 10:00 Uhr Spielmanns- und Fanfarenzüge sowie Schalmeienorchester vor das internationale Wertungsgericht, um ihre Besten zu ermitteln. Mehr als 800 Musiker aus 18 Vereinen in vier Bundesländern treten mit 19 Wettkampfzügen in den drei Genres zum Kampf um Medaillen, Pokale und vordere Platzierungen auf dem Rasenviereck an.

Insgesamt sind fünf Erwachsenen- und vier Nachwuchs-Spielmannszüge, acht Fanfarenzüge und zwei Schalmeienorchester am Start. Bei den Fanfarenzügen steht die „19. Offene Meisterschaft“ des Märkischen TurnerBundes im Mittelpunkt. Hier sind unter anderem mit dem amt. Weltmeister KSC Strausberg und dem Ex-Weltmeister SG Potsdam zwei Vereine am Start, die sich auf die im August in Kerkrade (Niederlande) stattfindende Weltmeisterschaft vorbereiten.

Im Kampf um den Titel eines Landesmeisters Brandenburg-Berlin bei den Erwachsenen-Spielmannszügen stehen sich beispielsweise der Deutsche Vizemeister, der FTV Stahl Brandenburg a. d. H. als Titelverteidiger und der Sechste der Deutschen Meisterschaft, die SG Mittenwalde 1926, gegenüber. Weitere Starter sind die Spielmannszüge der TSG Lübbenau, der Berliner Spielleute Verein und die SG Empor Dahme/SV Elsterwerda 94; die Fanfarenzüge der TSV Leipzig Nordost, MargaFanfaren Brieske, Berliner Fanfarenzug, Stadtfanfarenzug PSV 90 Neubrandenburg und Stadtfanfarenzug Markkleeberg.

Für die Schalmeienorchester gehen die Märkische Schalmeienkapelle 1958 Brandenburg a. d. H., Rathenower Optis, Schalmeienexpress Berlin und Lok RAW Cottbus in den Wettbewerb. Seit dem Jahr 2004 arbeiten der Märkische TurnerBund (MTB) - der schon seit 33 Jahren mit seinem „Turnier der Meister“ in der Lausitzmetropole präsent ist -, die Stadtverwaltung Cottbus und die Agentur Kleitz & Wirth GbR sehr eng und erfolgreich auf dem Gebiet der Sportmusik zusammen. Das wachsende Interesse der Zuschauer aus nah und fern - im Vorjahr waren rund 3 000 dabei - ist dafür nachhaltige Bestätigung.

Zur FANFARONADE 2008 fand ein deutsch-polnischer Foto-Workshop statt. Mitglieder des Fotoclubs vom Jugendkulturhaus "Haus der Pfadfinder" in Zielona Gora (Polen) und des Fotoclubs Cottbus waren während der Veranstaltung mit ihren Kameras unterwegs. Eine Auswahl der schönsten Fotos wird zur FANFARONADE 2009 in einer ungewöhnlichen Open-air-Ausstellung im Stadion der Freundschaft gezeigt. In Vorbereitung auf das am 6. Juni stattfindende Event der Turnermusiker und als besondere Werbung dafür, ist diese Ausstellung schon seit dem 25. Mai für kurze Zeit im LAUSITZ PARK Cottbus zu sehen. Mit einem Auftritt des Spielmannszuges "Cottbuser Musikspatzen" am 28. Mai im LAUSITZ PARK Cottbus wurde ein erster Live-Eindruck von der sportlich-musikalischen Veranstaltung vermittelt, bei der Hunderte von Turnermusikern mit ihren Darbietungen von Musik und Bewegung in perfekter Harmonie auch in diesem Jahr das Publikum begeistern werden.

Text: Bernd Schenke

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