2004

Strausberg zur FANFARONADE ungefährdet

15.07.2004

Die "14. Offene Meisterschaft des Märkischen TurnerBundes für Naturtonfanfarenzüge", am 12.Juni in Strausberg, wurde vom Titelverteidiger und Ausrichter KSC Strausberg deutlich dominiert. Sowohl in der Konkurrenz Marsch-Wettbewerb als auch im Show-Wettbewerb erzielte er die höchsten Punktzahlen und errang damit vor rund 3 000 Zuschauern seinen dritten Sieg bei einer FANFARONADE.

Etwas erleichtert wurde dieses Ergebnis durch den Nichtstart des Fanfarenzuges der SG Potsdam, der für die Saison 2004 eine sog. Auszeit genommen hat, um sich vereinsseitig zu regenerieren.

Harter Kampf um die Plätze

Den größten Widerstand leisteten die Berliner Stadtfanfaren, die erst wenige Tage zuvor die Deutsche Meisterschaft des DBV mit dem Gewinn der Silbermedaille im Show-Marschieren abgeschlossen hatten. Sie landeten in Strausberg nach dem Marsch-Wettbewerb (zwei Titel im Stand, einer in der Bewegung mit technischen Anforderungen) zunächst auf Platz drei - mit einem halben Punkt Rückstand zum Dauerrivalen Dresdner Fanfarenzug. Erst durch eine hervorragende Leistung im Show-Wettbewerb (Musik und Choreografie nach freier Wahl bis 15 Minuten Dauer), mit publikumswirksamen Elementen, erkämpften sie gegenüber den Dresdnern ein knappes Punktepolster, das für sie am Ende erstmals bei der FANFARONADE in der Meisterklasse zu Platz zwei reichte. Der Fanfarenzug aus der Elbmetropole kam mit insgesamt 0,3 Punkten Rückstand auf den Bronzerang. Dahinter folgten die Spielgemeinschaft Markkleeberg/Crimmitschau (Sachsen), der Fanfarenzug Ilmenau (Thüringen ) und der Fanfarenzug Großräschen (Brandenburg). Im Marsch-Wettbewerb kamen auf Platz sieben die Ascherslebener Stadtfanfaren (Sachsen-Anhalt) ein.

Internationale Wertungsrichter vom Fach

Nennenswert ist auch in diesem Jahr die Tätigkeit des internationalen Wertungsgerichts, das unter Leitung von Thomas Heeger (Brandenburg) die einzelnen Vorträge professionell bewertete und im Anschluss an den Wettkampf in ausführlichen undd oftmals langen Vereinskonsultationen auf Fehler und Reserven aufmerksam machte.

Und das waren die entscheidene Dame und die entscheidenen Herren: Annelies van Kempten, Hans Beurskens (beide Niederlande), Prof. Dr. Hans Walter Berg (Trossingen), Dr. Dietmar Späthe (Uelsen), Heinz Kröll (Österreich), Heinz Hinrichs (Wilhelmshaven), Lutz Kühnert (Bad Gandersheim), Michael Hartung, Uwe Wolf (beide Landespolizeiorchester Brandenburg), Peter Koschinski (Strausberg) und Rene Würfel (Radendorf).

Im nächsten Jahr in Cottbus

Der ausgeschriebene "13. Pokalwettkampf des MTB" kam in diesem Jahr leider nicht zur Austragung. Entgegen ihrer Vorstartmeldung im November 2003 blieben die Vereine dem Wettkampf als Aktive fern und betrachteten als Zuschauer das sportliche Spektakel der deutschen Spitze in diesem Genre. Fehlende finanzielle Mittel, um zu reisen, und der entsprechende Nachwuchs, um auftrittsfähig zu sein, waren die Hauptgründe des Fernbleibens dieser Vereine.

Zwei bemerkenswerte Präsentationen von Berliner Vereinen wurden dem Publikum in den Pausen geboten. Am Vormittag stellte sich der Fanfarenzug Berlin-Marzahn vor und am Nachmittag gastierte der Fanfarenzug Berlin-Friedrichshain mit einer ansprechenden Performance. Die Musiker um Chef Gerald Trittel bearbeiteten deutsche Schlager und machten prächtig Stimmung im Rund.

Im nächsten Jahr finden die "15. Offenen Meisterschaften des MTB für Naturtonfanfarenzüge" und das "14. Pokalturnier des MTB" am 11. Juni  in Cottbus statt. Mit dem Stadion des Fußball-Bundesligisten FC Energie steht dort ein wunderbarer Wettkampfplatz zur Verfügung.

Bleibt zu hoffen, dass dann die Vereine der Pokalklasse wieder vertreten sind und die gute Tradition dieses Wettkampfes fortsetzen.

Text: Bernd Schenke

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