2003

Strausberg siegte in Dresden                                          01.07.2003

Der MTB war in diesem Jahr mit der FANFARONADE ausnahmsweise auf "Reisen". Die sächsische Landeshauptstadt Dresden war am 14. Juni Austragungsort der "Offenen Meisterschaft" und des "Pokalturniers" des MTB für Naturtonfanfarenzüge 2003.

Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Elbmetropole, Ingolf Roßberg, waren mehr als 850 Teilnehmer aus 16 Vereinen am Start, was jeweils Teilnahmerekord bedeutet. Mit einer erheblich veränderten - und wie sich am Schluss zeigte - verbesserten Wettkampfordnung, wurde der Wettkampf für Zuschauer und Aktive spannender und interessanter. Statt der bisherigen Pflicht wird jetzt ein gesondert bewerteter Marsch-Wettbewerb und statt der Kür ein gesondert bewerteter Show-Wettbewerb ausgetragen. Jeder Wettbewerb hat einen Sieger und entsprechend der Starteranzahl Platzierte. Gesamtsieger kann allerdings nur werden, wer in der Meister- bzw. in der Pokalklasse sowohl beim Marsch- als auch beim Show-Wettbewerb startet.

Den Titel des "Offenen Meisters 2003" erkämpfte sich vor rund 3 500 Zuschauern im legendären Dresdner Dynamo-Stadion der KSC Strausberg vor der SG Potsdam und den Berliner Stadtfanfaren; "Pokalsieger 2003" wurde die SV Großräschen vor dem FZ Greiz.

Text: Bernd Schenke


Glanzleistungen in Dresden                                         15.06.2003

Mit einer Glanzvorstellung im Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion erkämpfte sich am 14. Juni der Fanfarenzug des KSC Strausberg e.V. den Sieg bei der FANFARONADE 2003 in der Meisterklasse vor dem Fanfarenzug Potsdam e.V. und den Berliner Stadtfanfaren e.V. Strausberg blieb damit nach 2001 zum zweiten Mal siegreich.

Im zweiten Wettbewerb des Tages siegte in der Pokalklasse der Fanfarenzug Großräschen e.V. vor dem Fanfarenzug Greiz e.V.

850 Musiker aus sechs Bundesländern

In einer Mammutgala von rund 850 Fanfarenbläsern und Trommlern aus sechs Bundesländern, die 16 Vereine repräsentierten, hatten die Kämpfe um die Meisterschaft und den Pokal des Märkischen TurnerBundes ein bislang nie dagewesenes Ausmaß. Alle Starter hatten sich in den vergangenen zwölf Monaten akribisch auf die sportlich faire Auseinandersetzung vorbereitet.

Die Möglichkeiten des Doppelstarts in einen Marsch- und einem Showwettbewerb nutzen acht der zwölf Starter, die anderen entschieden sich für einen Einzelstart. Nur der Doppelstart verhilft zum Meister oder Pokalgewinn.

So konnten sich die aus nah und fern angereisten Zuschauer über einen abwechslungsreichen Wettkampf freuen. Am Vormittag standen die Marschwettbewerbe beider Klassen auf dem Programm. Völlig überraschend zeigte eine Spielgemeinschaft mit Abgesandten aus vier Vereinen Sachsen-Anhalts und Sachsens in der Pokalklasse die beste Leistung und siegte mit großem Punktvorsprung.

Die Meisterklasse wurde sofort von den Strausbergern dominiert, die dem Serienmeister Potsdam keine Chance auf den Titel ließen. Das Abschneiden der Berliner Stadtfanfaren nach einem Jahr Pause forderte das Publikum zu besonderen Ovationen heraus. Gastgeber Dresden wurde zeitig auf den unfreiwilligen Vierten verwiesen – trotzdem standen sie die Auseinandersetzungen mit großer Bravour durch.

Nachmittag im Showfieber

Die hohen Temperaturen im Stadion forderten alle Starter zu höchsten Leistungen heraus. Die Shows von Großräschen (Pokal) und aller sechs Starter der Meisterklasse am Nachmittag boten Überraschungen in Hülle und Fülle. Konzeptionell, technisch und musikalisch zogen sie alle Register ihres Könnens und liefen vor allem in den Choreografien zu Höchstformen auf. Nicht nur die Zuschauer ließen sich vom Showfieber packen, die Starter wollten nicht ohne ihre Bestleistungen vom Platz gehen. Gerade hierbei wird diese FANFARONADE ein Meilenstein sein, denn die hohe Konzentration, der Mut und die Rafinesse aller Darbietungen waren bislang noch nicht so ausgeprägt wie in der Elbmetropole.

Die zum größten Teil jungen Leute (Durchschnittsalter um 14 Jahre) zeigten wieder einmal ein Potential an Reife und Verantwortung, die nicht genug gewürdigt werden können.

Mit einem gemeinsamen Konzert fast aller Teilnehmer auf einer malerischen Elbwiese mitten im Stadtzentrum ging der Wettkampftag zu Ende. Die Ergebnisse lassen für die FANFARONADE 2004 im Juni in Strausberg einiges erhoffen.

Die Spitze bleibt souverän, das leistungsstarke Mittelfeld ist indessen breiter geworden.

Text: Herbert Großmann, Verantwortlich für Presse und Öffentlichkeitsarbeit des MTB

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